Dreizehn Ja/Nein-Fragen an Qualität, Bewertung, Analystenstimmung und Kursmomentum: je Kriterium +1, 0 oder −1, automatisiert über den gesamten Markt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
Sobald ausreichend Historie vorliegt, zeigen wir hier den Backtest-Chart dieser Strategie.
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Über der oberen Schwelle: hohe Übereinstimmung mit dem Profil.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Eigenkapitalrendite über 20 %, EBIT-Marge über 12 % und eine solide Eigenkapitalquote bilden das Fundament.
Aktuelles KGV und 5-Jahres-KGV unter 12 gelten als günstig, über 16 als teuer.
Analystenmeinung, Kursreaktion auf Quartalszahlen und Gewinnrevisionen messen die Stimmung, größenabhängig interpretiert.
6- und 12-Monats-Relativstärke plus ein eigenes Kriterium für den frischen Aufwärtstrend.
Für strukturierte Anleger, die einen kompletten, nachvollziehbaren Kriterienkatalog wollen und bereit sind, Positionen konsequent nach Punktestand zu prüfen: Das System lebt von der regelmäßigen Neubewertung, nicht vom einmaligen Kauf.
Das 13-Kriterien-Punktesystem ist der bekannteste deutsche Ansatz für regelbasierte Aktienauswahl, populär gemacht durch die frühere Fondsmanagerin Susan Levermann. Seine Stärke liegt in der Vollständigkeit: Fundamentale Qualität (Eigenkapitalrendite, Marge, Eigenkapitalquote), Bewertung (aktuelles und historisches KGV), Marktstimmung (Analystenmeinung, Reaktion auf Quartalszahlen, Gewinnrevisionen) und Kursmomentum werden zu einem Score von −13 bis +13 verdichtet. Besonders clever ist die asymmetrische Behandlung der Analystenmeinung: Bei Large Caps zählt sie als Kontraindikator, bei Small und Mid Caps als Trendfolge-Signal.
Jedes der 13 Kriterien vergibt +1, 0 oder −1. Qualität: Eigenkapitalrendite über 20 %, EBIT-Marge über 12 %, Eigenkapitalquote über 25 % (Finanzwerte: über 10 %, weil Bilanzhebel dort zum Geschäftsmodell gehören). Bewertung: aktuelles und 5-Jahres-Durchschnitts-KGV jeweils unter 12. Marktstimmung: Analystenmeinung, Kursreaktion auf die letzten Quartalszahlen und die Richtung der Gewinnrevisionen. Momentum: Relativstärke über 6 und 12 Monate, der Momentum-Wechsel und (nur bei Large Caps) das Dreimonats-Reversal.
Zwei Kriterien wechseln je nach Größenklasse die Rolle: Die Analystenmeinung ist bei Large Caps ein Kontraindikator (mehrheitliche Skepsis gibt den Punkt), bei Small und Mid Caps ein Trendfolge-Signal (mehrheitlicher Optimismus zählt positiv). Das Dreimonats-Reversal (eine kurzfristige Underperformance als Einstiegssignal) gilt nur für Large Caps, wo Übertreibungen schnell arbitriert werden.
Die obere Schwelle liegt bei 4 Punkten für Large Caps, 5 für Mid Caps und 7 für Small Caps; unterhalb von 3, 4 bzw. 5 Punkten beginnt die untere Zone. Small Caps brauchen mehr Punkte, weil dünnere Analystenabdeckung mehr Datenrauschen bedeutet.
Qualität: (1) Eigenkapitalrendite > 20 %, (2) EBIT-Marge > 12 %, (3) Eigenkapitalquote > 25 % (Finanzwerte > 10 %).
Bewertung: (4) KGV 0–12, (5) 5-Jahres-KGV 0–12, jeweils −1 über 16, bei negativem oder fehlendem Wert.
Marktstimmung: (6) Analystenmeinung (Large: Kontraindikator; Small/Mid: Trendfolge), (7) Kursreaktion auf Quartalszahlen vs. Markt, (8) Richtung der Gewinnrevisionen.
Momentum: (9) 6-Monats-Relativstärke ± 5 %, (10) 12-Monats-Relativstärke ± 5 %, (11) frischer Aufwärtstrend (6M stark, 12M noch nicht), (12) Dreimonats-Reversal (nur Large Caps), (13) erwartetes Gewinnwachstum ± 5 %.
Die Stärke des Systems ist die Interaktion der Faktorfamilien: Fundamentale Stärke allein reicht nicht, sie braucht technische Bestätigung, und umgekehrt. Genau diese Kombination macht den Ansatz robuster als reine Value- oder Momentum-Strategien.
Dokumentierte Umsetzungsdetails: Die Kursreaktion auf Quartalszahlen wird marktbereinigt mit einer neutralen Zone von ±1 % gemessen. Die Gewinnrevision (Kriterium 8) nutzt den Trend der Analystenstimmung der letzten drei Monate als Proxy, das Gewinnwachstum (Kriterium 13) den Vergleich von erwartetem zu aktuellem Gewinn je Aktie. Fehlende Fundamentaldaten (Kriterien 1–5) zählen konservativ zur Minus-Stufe; fehlende Markt- und Stimmungsdaten bleiben neutral, damit dünn gecoverte Nebenwerte nicht systematisch benachteiligt werden.
Im Backtest sind die Stimmungs-Kriterien (Analysten, Quartalsreaktion, Revisionen) sowie die größenabhängigen Regeln mangels historischer Datenpunkte neutral gestellt. Die Datenqualitäts-Anzeige im Backtest weist das transparent aus.
Für Anleger, die einen bewährten, vollständigen Kriterienkatalog systematisch anwenden wollen, und die Disziplin mitbringen, Positionen bei sinkendem Punktestand auch wieder kritisch zu prüfen.