Gewinn ist eine Meinung, Cash ist ein Fakt: Der Accrual-Check misst, ob bilanzierte Gewinne mit echtem Geld unterlegt sind, automatisiert über den gesamten Markt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
MSCI World im selben Zeitraum: +240.1 %
Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
| Score | Anzahl Aktien |
|---|---|
| -3 | 153 |
| -2 | 0 |
| -1 | 352 |
| 0 | 3.051 |
| +1 | 10.711 |
| +2 | 1.998 |
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Daraus drei Klassen: hohe, mittlere, geringe Übereinstimmung.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Die Sloan Ratio vergleicht Buchgewinn mit tatsächlichen Zahlungsströmen: die Kernfrage der Ertragsqualität.
Unter −10 % exzellent (+2), −10 bis +10 % gesund (+1), ab +10 % beginnt die Warnzone.
Hohe Accruals kehren sich historisch um: auf aggressive Buchungen folgen schwache Folgejahre.
Werte über +25 % deuten auf vorgezogene Umsätze oder geschobene Kosten: extreme Gefahr (−3).
Genau diese Regeln laufen täglich über jede Aktie.
Nach kostenloser Anmeldung: das vollständige Profil im Regel-Editor kopieren, Schwellen anpassen und als eigenes Startprofil speichern.
Alle Regeln ansehen & kopierenIm Backtest ergibt sich eine Gesamtrendite von +249.9%. Der MSCI World kommt im selben Zeitraum auf +240.1%.
Survivorship-frei ab 30. Juni 2015: Die Index-Zusammensetzung wird Point-in-Time berücksichtigt.
Zurückliegender Zeitraum, quartalsweise Neugewichtung, ohne Steuern und Gebühren. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Nach mechanischer Anwendung der Regeln, kein gefilterter Bestenlisten-Effekt: Titel mit hoher Übereinstimmung können genauso fallen wie jede andere Aktie.
Für fundamentale Anleger als Qualitätsfilter über jeder gewinnbasierten Strategie: Ein niedriges KGV nützt nichts, wenn das „G“ darin nur Buchwerk ist. Besonders wertvoll vor einem Einstieg nach starken Gewinnsprüngen.
Die Accrual-Anomalie gehört zu den robustesten Befunden der Rechnungswesen-Forschung: Richard Sloan zeigte 1996, dass Anleger sich auf bilanzierte Nettogewinne fixieren („Earnings Fixation“) und dabei übersehen, wie viel davon nur Buchwerk ist. Accruals (nicht zahlungswirksame Gewinnbestandteile wie vorgezogene Umsätze oder geschobene Kosten) kehren sich langfristig um. Seit der Originaltreue-Runde misst StockScorer sie Sloan-treu nach der Definition von Hribar und Collins: (Nettogewinn − operativer Cashflow) relativ zur durchschnittlichen Bilanzsumme, ohne den Investitions-Cashflow, den die zuvor genutzte Praktiker-Variante zusätzlich abzog. Stark negative Werte bedeuten sprudelnde Kassen bei buchhalterisch arm gerechnetem Gewinn; Werte über +25 % signalisieren extreme Gefahr: Manipulation oder bevorstehende Abschreibungen.
Die Kennzahl wird Sloan-treu berechnet als (Nettogewinn − operativer Cashflow) geteilt durch die durchschnittliche Bilanzsumme, nach der von Hribar und Collins präzisierten Fassung von Sloans Original. Ein Wert unter −10 % bedeutet exzellente Cash-Deckung (+2): Das Unternehmen verdient real mehr, als die Gewinnrechnung zeigt, typisch bei hohen, nicht zahlungswirksamen Abschreibungen. Die Zone von −10 bis +10 % gilt als gesund (+1). Bei Finanzwerten sind Accruals nicht sinnvoll messbar; sie werden neutral gestellt.
Ab +10 % beginnt die Warnstufe (−1): Ein wachsender Teil des Gewinns ist nicht durch Zahlungen gedeckt. Über +25 % herrscht extreme Gefahr (−3): solche Werte entstehen durch aggressive Forderungsverbuchung, vorgezogene Umsätze oder in die Zukunft geschobene Kosten. Die obere Schwelle liegt einheitlich bei 1 Punkt für alle Größenklassen (Sloans Befund ist größenunabhängig); ohne berechenbare Kennzahl bleibt die Einstufung neutral in der Mitte.
Accruals < −10 %: exzellente Cash-Deckung, Cashflow übersteigt den Buchgewinn deutlich (+2).
−10 bis +10 %: gesunde Zone, Gewinn und Zahlungsströme decken sich (+1).
+10 bis +25 %: Warnstufe, hoher Anteil an Buchgewinnen (−1).
≥ +25 %: extreme Gefahr, Hinweis auf Manipulation oder bevorstehende Abschreibungen (−3).
Finanzwert: Accruals nicht anwendbar, neutrale mittlere Einstufung (+1).
Die Stärke: Der Check ist ein reiner Zahlungsstrom-Abgleich und damit kaum zu schönen: wer Umsätze vorzieht, kann den fehlenden Cashflow nicht herbeibuchen. Als Gegenprobe zu jeder gewinnbasierten Kennzahl (KGV, ROE, EPS-Wachstum) deckt er auf, wenn deren Basis wackelt. Der StockScorer-Score nutzt genau diesen Check als Knockout-Gate.
Originaltreue seit dem 23.08.2026: Die Kennzahl folgt jetzt Sloans eigener Definition (Nettogewinn minus operativer Cashflow, relativ zur Bilanzsumme) statt der zuvor genutzten Praktiker-„Sloan Ratio“, die zusätzlich den Investitions-Cashflow abzog. Die Prozentbänder (±10 %, ±25 %) selbst sind weiterhin eine Praktikerkonvention: Sloans Original arbeitet mit Dezilen des gesamten Marktes, nicht mit festen Prozentgrenzen. Extrem negative Accruals (unter −25 %) zählen bei Sloan zum besten Dezil; StockScorer vergibt dafür bewusst keinen Extra-Bonus, weil solche Werte häufiger Sondereffekte als nachhaltige Stärke anzeigen.
Grenzen: Einzelne Jahre können durch legitime Sondereffekte (Übernahmen, Großprojekte, Working-Capital-Aufbau vor Expansion) verzerrt sein; ein hoher Wert ist ein Prüfauftrag, kein Urteil. Die Strategie misst zudem ausschließlich Qualität, nicht Bewertung oder Wachstum; sie entfaltet ihren Wert vor allem in Kombination.
Für skeptische Fundamentalanleger, die Gewinnqualität systematisch gegenprüfen wollen, als Filter über Watchlists, vor Nachkäufen und über jeder Strategie, die auf bilanzierten Gewinnen aufbaut.