Neun Ja/Nein-Fragen an die Bilanz, je ein Punkt, keine Gewichtung. Verbessert sich das Unternehmen fundamental, oder steckt es in der Abwärtsspirale?
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
MSCI World im selben Zeitraum: +240.1 %
Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
| Score | Anzahl Aktien |
|---|---|
| 0 | 114 |
| +1 | 416 |
| +2 | 978 |
| +3 | 1.859 |
| +4 | 2.679 |
| +5 | 3.457 |
| +6 | 3.265 |
| +7 | 2.319 |
| +8 | 967 |
| +9 | 211 |
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Daraus drei Klassen: hohe, mittlere, geringe Übereinstimmung.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Nettogewinn und operativer Cashflow müssen positiv sein, und der Cashflow über dem Gewinn liegen.
Kapitalrendite, Liquidität, Bruttomarge und Kapitalumschlag werden gegen das Vorjahr geprüft.
Ein fallender Verschuldungsgrad signalisiert, dass die Bilanz stärker statt fragiler wird.
Keine Ausgabe neuer Aktien: Verwässerung ist oft das erste Zeichen von Kapitalnot.
Genau diese Regeln laufen täglich über jede Aktie.
Nach kostenloser Anmeldung: das vollständige Profil im Regel-Editor kopieren, Schwellen anpassen und als eigenes Startprofil speichern.
Alle Regeln ansehen & kopierenIm Backtest ergibt sich eine Gesamtrendite von +135.5%. Der MSCI World kommt im selben Zeitraum auf +240.1%.
Survivorship-frei ab 30. Juni 2015: Die Index-Zusammensetzung wird Point-in-Time berücksichtigt.
Zurückliegender Zeitraum, quartalsweise Neugewichtung, ohne Steuern und Gebühren. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Nach mechanischer Anwendung der Regeln, kein gefilterter Bestenlisten-Effekt: Titel mit hoher Übereinstimmung können genauso fallen wie jede andere Aktie.
Für sicherheitsbewusste Fundamentalanleger, und als Qualitätsfilter vor Value-Investments: Ein niedriger Preis nützt nichts, wenn die Substanz erodiert. Wer optisch billige Aktien prüft, sieht hier, ob die Bilanz die Geschichte bestätigt.
Der 9-Punkte-Bilanzcheck prüft die finanzielle Verfassung eines Unternehmens mit neun strikt binären Kriterien. Jedes erfüllte Kriterium bringt exakt einen Punkt. Das Vorbild ist der F-Score, den Joseph Piotroski im Jahr 2000 an der University of Chicago entwickelte: Er wandte den Score ausdrücklich nur auf das oberste Buchwert/Kurs-Quintil an, also auf klassische Value-Aktien. StockScorer bildet dieses Quintil über einen Knockout auf ein KBV bis 1,5 nach. Gerade in diesem günstig bewerteten Segment trennt die ungewichtete Summe schwacher Einzelsignale zuverlässig die Unternehmen mit echter Substanz von denen, die intern Kapital verbrennen. Besonders aufschlussreich ist der Accrual-Check: Liegt der operative Cashflow über dem Nettogewinn, ist der Gewinn mit echtem Geld unterlegt, nicht mit Buchungseffekten.
Ein Knockout-Gate stellt zuerst sicher, dass nur Value-Aktien bewertet werden: ein KBV bis 1,5 (Näherung an Piotroskis oberstes Buchwert/Kurs-Quintil; fehlt das KBV, ist eine Aktie nicht bewertbar). Erst danach zählen die neun Ja/Nein-Fragen mit exakt einem Punkt, bewusst ohne Gewichtung. Die empirische Forschung hinter dem F-Score-Prinzip zeigt: Gerade die ungewichtete Kumulation vieler schwacher Signale maximiert die Vorhersagekraft für finanzielle Stabilität. Fehlt eine Kennzahl, gibt es konservativ keinen Punkt.
Vier Kriterien prüfen die Profitabilität (Gewinn positiv, Cashflow positiv, Kapitalrendite gestiegen, Cashflow über Gewinn), drei die Kapitalstruktur (langfristige Verschuldung im Verhältnis zur Bilanzsumme gesunken, Liquidität gestiegen, keine Verwässerung), zwei die operative Effizienz (Bruttomarge und Kapitalumschlag gestiegen). Die obere Schwelle liegt einheitlich bei 7 Punkten für alle Größenklassen, mit Vorrang für Small Caps: Piotroskis Tabelle 4 zeigt den Effekt bei Large Caps als statistisch nicht signifikant, weshalb dort keine strengere Hürde gerechtfertigt ist.
Value-Gate (Knockout): KBV bis 1,5, Näherung an das oberste Buchwert/Kurs-Quintil des Originals.
Profitabilität: (1) Nettogewinn positiv, (2) operativer Cashflow positiv, (3) Gesamtkapitalrendite über Vorjahr, (4) operativer Cashflow über Nettogewinn (Ertragsqualität).
Kapitalstruktur: (5) langfristige Schulden im Verhältnis zur Bilanzsumme unter Vorjahr, (6) Current Ratio über Vorjahr, (7) Aktienzahl nicht gestiegen.
Effizienz: (8) Bruttomarge über Vorjahr, (9) Kapitalumschlag (Umsatz/Bilanzsumme) über Vorjahr.
Der Check ist ein Trend-Instrument: Er misst Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, nicht absolutes Niveau. Ein solides, aber stagnierendes Unternehmen kann daher niedriger punkten als ein sich stark verbesserndes; das ist gewollt, denn genau diese Verbesserer liefern historisch die Überrenditen im günstigen Marktsegment.
Originaltreue seit dem 23.08.2026: Der Verschuldungstrend läuft jetzt wie im Paper über langfristige Schulden im Verhältnis zur Bilanzsumme, nicht mehr über den Verschuldungsgrad (Schulden zu Eigenkapital). Die Kauf-Schwelle von 7 Punkten ist eine Praktikerkonvention, keine Original-Vorgabe: Piotroski selbst bildet im Paper die Extreme 8–9 gegen 0–1 Punkte, ohne eine feste "Kauf ab 7"-Regel zu nennen.
Für alle, die Bilanzqualität systematisch prüfen wollen, allein oder als zweiter Filter neben einer Bewertungsstrategie wie Zwei-Faktor Value + Qualität.