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Piotroski F-Score: Der 9-Punkte-Bilanzcheck | Backtest & Top-Aktien 2026

Neun Ja/Nein-Fragen an die Bilanz, je ein Punkt, keine Gewichtung. Verbessert sich das Unternehmen fundamental, oder steckt es in der Abwärtsspirale?

Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.

Täglich aktualisiertRegelbasiert: keine Black-BoxFrei anpassbar
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Sobald ausreichend Historie vorliegt, zeigen wir hier den Backtest-Chart dieser Strategie.

Methodik

So funktioniert die Bewertung

Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.

01
Regeln

Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.

02
Punkte & Gewichtung

Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.

03
Score & Einstufung

Die Summe ergibt den Score. Über der oberen Schwelle: hohe Übereinstimmung mit dem Profil.

Geringe ÜbereinstimmungMittlere ÜbereinstimmungHohe Übereinstimmung
niedriger Scoreuntere Schwelleobere Schwellehoher Score

Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.

Die Strategie

Was steckt hinter dieser Strategie?

01
Verdient das Unternehmen echtes Geld?

Nettogewinn und operativer Cashflow müssen positiv sein, und der Cashflow über dem Gewinn liegen.

02
Zeigt der Trend nach oben?

Kapitalrendite, Liquidität, Bruttomarge und Kapitalumschlag werden gegen das Vorjahr geprüft.

03
Sinkt die Verschuldung?

Ein fallender Verschuldungsgrad signalisiert, dass die Bilanz stärker statt fragiler wird.

04
Bleibt mein Anteil ganz?

Keine Ausgabe neuer Aktien: Verwässerung ist oft das erste Zeichen von Kapitalnot.

Top-Treffer

Aktuelle Top-Treffer

Nach kostenloser Anmeldung siehst du alle Kennzahlen (KGV, ROE, Marge …) pro Aktie samt Live-Score-Verlauf. Einzelkennzahlen zeigen wir öffentlich aus Lizenzgründen nicht.
Für wen

Für wen ist diese Strategie?

Für sicherheitsbewusste Fundamentalanleger, und als Qualitätsfilter vor Value-Käufen: Ein niedriger Preis nützt nichts, wenn die Substanz erodiert. Wer optisch billige Aktien prüft, sieht hier, ob die Bilanz die Geschichte bestätigt.

Strategie übernehmen & beobachten
FAQ

Häufige Fragen

Ist das der Piotroski F-Score?
Der Check folgt dem F-Score-Prinzip von Joseph Piotroski (2000): neun binäre Kriterien, je ein Punkt. Ein Kriterium weicht dokumentiert ab (Verschuldungstrend über Schulden/Eigenkapital statt langfristiger Schulden/Bilanzsumme).
Warum bekommen fehlende Werte keinen Punkt?
Das System ist bewusst konservativ: Ein Kriterium gilt nur als erfüllt, wenn die Daten es belegen. So entsteht bei lückenhafter Datenlage nie eine künstlich hohe Übereinstimmung.
Ist das eine Kaufempfehlung?
Nein. StockScorer liefert ausschließlich automatisierte, regelbasierte Einordnungen zur Information. Die Darstellung ersetzt keine individuelle Anlageberatung und ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Kann ich einzelne Kriterien austauschen?
Ja. Nach kostenloser Registrierung lässt sich das Profil kopieren und im Regel-Editor anpassen: Kriterien lassen sich entfernen, gewichten oder um eigene Schwellen ergänzen.
Yannick HennEntwickler von StockScorer

Entwickelt StockScorer als Einzelentwickler, entstanden aus einem privaten Analyse-Tool für die eigene Aktienauswahl, gewachsen zu einer vollständigen Scoring- und Backtest-Plattform. Fokus: transparente, nachvollziehbare Regeln statt Black-Box-Bewertungen.

Mehr zur Methodik

Methode & Kriterien

Der 9-Punkte-Bilanzcheck prüft die finanzielle Verfassung eines Unternehmens mit neun strikt binären Kriterien. Jedes erfüllte Kriterium bringt exakt einen Punkt. Das Vorbild ist der F-Score, den Joseph Piotroski im Jahr 2000 an der University of Chicago entwickelte: Gerade bei günstig bewerteten Aktien trennt die ungewichtete Summe schwacher Einzelsignale zuverlässig die Unternehmen mit echter Substanz von denen, die intern Kapital verbrennen. Besonders aufschlussreich ist der Accrual-Check: Liegt der operative Cashflow über dem Nettogewinn, ist der Gewinn mit echtem Geld unterlegt, nicht mit Buchungseffekten.

Wie funktioniert der 9-Punkte-Bilanzcheck?

Alle neun Kriterien sind Ja/Nein-Fragen mit exakt einem Punkt, bewusst ohne Gewichtung. Die empirische Forschung hinter dem F-Score-Prinzip zeigt: Gerade die ungewichtete Kumulation vieler schwacher Signale maximiert die Vorhersagekraft für finanzielle Stabilität. Fehlt eine Kennzahl, gibt es konservativ keinen Punkt.

Vier Kriterien prüfen die Profitabilität (Gewinn positiv, Cashflow positiv, Kapitalrendite gestiegen, Cashflow über Gewinn), drei die Kapitalstruktur (Verschuldung gesunken, Liquidität gestiegen, keine Verwässerung), zwei die operative Effizienz (Bruttomarge und Kapitalumschlag gestiegen). Die obere Schwelle liegt bei 6 Punkten für Large Caps, 7 für Mid Caps und 8 für Small Caps.

Die neun Kriterien

Profitabilität: (1) Nettogewinn positiv, (2) operativer Cashflow positiv, (3) Gesamtkapitalrendite über Vorjahr, (4) operativer Cashflow über Nettogewinn (Ertragsqualität).

Kapitalstruktur: (5) Verschuldungsgrad unter Vorjahr, (6) Current Ratio über Vorjahr, (7) Aktienzahl nicht gestiegen.

Effizienz: (8) Bruttomarge über Vorjahr, (9) Kapitalumschlag (Umsatz/Bilanzsumme) über Vorjahr.

Stärken, Grenzen und Abweichungen vom Original

Der Check ist ein Trend-Instrument: Er misst Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, nicht absolutes Niveau. Ein solides, aber stagnierendes Unternehmen kann daher niedriger punkten als ein sich stark verbesserndes; das ist gewollt, denn genau diese Verbesserer liefern historisch die Überrenditen im günstigen Marktsegment.

Dokumentierte Abweichung: Das akademische Original misst den Verschuldungstrend über langfristige Schulden im Verhältnis zur Bilanzsumme; StockScorer verwendet den Verschuldungsgrad (Schulden zu Eigenkapital): dieselbe Richtung, leicht andere Basis. Der Accrual-Vergleich nutzt den operativen Cashflow wie im Original.

Für wen ist diese Strategie gedacht?

Für alle, die Bilanzqualität systematisch prüfen wollen, allein oder als zweiter Filter neben einer Bewertungsstrategie wie Zwei-Faktor Value + Qualität.