Dreizehn Ja/Nein-Fragen an Qualität, Bewertung, Analystenstimmung und Kursmomentum: je Kriterium +1, 0 oder −1, automatisiert über den gesamten Markt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
MSCI World im selben Zeitraum: +240.1 %
Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
| Score | Anzahl Aktien |
|---|---|
| -10 | 2 |
| -9 | 14 |
| -8 | 77 |
| -7 | 220 |
| -6 | 604 |
| -5 | 1.064 |
| -4 | 1.311 |
| -3 | 1.515 |
| -2 | 1.704 |
| -1 | 1.785 |
| 0 | 1.849 |
| +1 | 1.723 |
| +2 | 1.577 |
| +3 | 1.213 |
| +4 | 800 |
| +5 | 457 |
| +6 | 231 |
| +7 | 79 |
| +8 | 29 |
| +9 | 7 |
| +10 | 4 |
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Daraus drei Klassen: hohe, mittlere, geringe Übereinstimmung.
Die Schwellen variieren nach Größenklasse.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Eigenkapitalrendite über 20 %, EBIT-Marge über 12 % und eine solide Eigenkapitalquote bilden das Fundament.
KGV auf Schätzbasis des laufenden Jahres und ein 5-Jahres-KGV aus Ist- und Schätzwerten unter 12 gelten als günstig, über 16 als teuer.
Analystenmeinung, Kursreaktion auf Quartalszahlen und die 4-Wochen-Gewinnrevision messen die Stimmung, größenabhängig interpretiert.
Absolute 6- und 12-Monats-Kursentwicklung plus ein eigenes Kriterium für den frischen Aufwärtstrend.
Genau diese Regeln laufen täglich über jede Aktie.
Nach kostenloser Anmeldung: das vollständige Profil im Regel-Editor kopieren, Schwellen anpassen und als eigenes Startprofil speichern.
Alle Regeln ansehen & kopierenIm Backtest ergibt sich eine Gesamtrendite von +90.6%. Der MSCI World kommt im selben Zeitraum auf +240.1%.
Survivorship-frei ab 30. Juni 2015: Die Index-Zusammensetzung wird Point-in-Time berücksichtigt.
Zurückliegender Zeitraum, quartalsweise Neugewichtung, ohne Steuern und Gebühren. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Nach mechanischer Anwendung der Regeln, kein gefilterter Bestenlisten-Effekt: Titel mit hoher Übereinstimmung können genauso fallen wie jede andere Aktie.
Für strukturierte Anleger, die einen kompletten, nachvollziehbaren Kriterienkatalog wollen und bereit sind, Positionen konsequent nach Punktestand zu prüfen: Das System lebt von der regelmäßigen Neubewertung, nicht vom einmaligen Einstieg.
Das 13-Kriterien-Punktesystem ist der bekannteste deutsche Ansatz für regelbasierte Aktienauswahl, populär gemacht durch die frühere Fondsmanagerin Susan Levermann. Seine Stärke liegt in der Vollständigkeit: Fundamentale Qualität (Eigenkapitalrendite, Marge, Eigenkapitalquote), Bewertung (aktuelles und historisches KGV), Marktstimmung (Analystenmeinung, Reaktion auf Quartalszahlen, Gewinnrevisionen) und Kursmomentum werden zu einem Score von −13 bis +13 verdichtet. Seit der Originaltreue-Runde vom 23.08.2026 sind Gewinnrevision und erwartetes Gewinnwachstum direkt bewertbar. Beim Analystenkriterium hat ein vorhandener Konsens immer Vorrang; fehlt er, kann ein empirisch kalibriertes Kurszielpotenzial ab 10 % ausschließlich als optimistisches Ersatzsignal dienen. Die Analystenmeinung zählt bei Large Caps als Kontraindikator, bei Small und Mid Caps als Trendfolge-Signal.
Jedes der 13 Kriterien vergibt +1, 0 oder −1. Qualität: Eigenkapitalrendite über 20 %, EBIT-Marge über 12 % (bei Finanz- und Immobilienwerten neutral, weil die Marge dort nicht aussagekräftig ist), Eigenkapitalquote über 25 % (Finanzwerte: über 10 %, weil Bilanzhebel dort zum Geschäftsmodell gehören). Bewertung: KGV auf Basis der Schätzung für das laufende Geschäftsjahr und ein 5-Jahres-KGV aus drei Ist- und zwei Schätzjahren, jeweils unter 12. Marktstimmung: Analystenmeinung, Kursreaktion auf die letzten Quartalszahlen und die 4-Wochen-Revision der Gewinnschätzungen. Momentum: absolute Kursentwicklung über 6 und 12 Monate, der Momentum-Wechsel und (nur bei Large Caps) das Dreimonats-Reversal gegen einen Weltindex-Benchmark.
Levermann nutzt eigene Größenklassen, abweichend vom sonstigen Cap-Raster: Large Cap ab 5 Mrd. Euro Marktkapitalisierung, Mid und Small Caps werden identisch behandelt (Grenze bei 1 Mrd. Euro nur intern relevant). Drei Kriterien wechseln je nach Größenklasse und Analystenzahl die Rolle: Die Analystenmeinung ist bei Large Caps ODER ab fünf Analystenmeinungen ein Kontraindikator (mehrheitliche Skepsis gibt den Punkt), bei Small und Mid Caps mit weniger als fünf Meinungen ein Trendfolge-Signal (mehrheitlicher Optimismus zählt positiv). Fehlt der Konsens, gilt ein Kurszielpotenzial ab 10 % bei ausgewiesener Analystenabdeckung ersatzweise als optimistisch. Ein vorhandener neutraler oder skeptischer Konsens wird nie überschrieben; aus einem niedrigen Kursziel wird kein skeptisches Ersatzsignal abgeleitet. Das Dreimonats-Reversal (drei Monate in Folge hinter oder vor dem Markt) gilt nur für Large Caps, wo Übertreibungen schnell arbitriert werden.
Die obere Schwelle liegt bei 4 Punkten für Large Caps und einheitlich bei 7 Punkten für Mid und Small Caps; unterhalb von 3 bzw. 5 Punkten beginnt die untere Zone. Mid und Small Caps brauchen mehr Punkte, weil dünnere Analystenabdeckung mehr Datenrauschen bedeutet.
Qualität: (1) Eigenkapitalrendite > 20 %, (2) EBIT-Marge > 12 % (Finanz-/Immobilienwerte: neutral), (3) Eigenkapitalquote > 25 % (Finanzwerte > 10 %).
Bewertung: (4) KGV auf Schätzbasis laufendes Jahr 0–12, (5) 5-Jahres-KGV aus drei Ist- und zwei Schätzjahren 0–12, jeweils −1 über 16, bei negativem oder fehlendem Wert.
Marktstimmung: (6) Analystenmeinung (Large Cap oder ≥ 5 Meinungen: Kontraindikator; Small/Mid mit < 5 Meinungen: Trendfolge; bei fehlendem Konsens optimistischer Kursziel-Proxy ab +10 %), (7) Kursreaktion auf Quartalszahlen vs. Markt, (8) 4-Wochen-Revision der Gewinnschätzungen ± 5 %.
Momentum: (9) absolute 6-Monats-Kursentwicklung ± 5 %, (10) absolute 12-Monats-Kursentwicklung ± 5 %, (11) frischer Aufwärtstrend (6M stark, 12M noch nicht), (12) Dreimonats-Reversal Monat für Monat gegen den Weltindex (nur Large Caps), (13) erwartetes Gewinnwachstum (Schätzung nächstes vs. laufendes Jahr) ± 5 %.
Die Stärke des Systems ist die Interaktion der Faktorfamilien: Fundamentale Stärke allein reicht nicht, sie braucht technische Bestätigung, und umgekehrt. Genau diese Kombination macht den Ansatz robuster als reine Value- oder Momentum-Strategien.
Originaltreue seit dem 23.08.2026: Kriterium 8 (Gewinnrevision) misst jetzt echt die 4-Wochen-Veränderung der Gewinnschätzungen statt eines Analystenstimmungs-Proxys, Kriterium 13 (erwartetes Gewinnwachstum) den echten Vergleich von Schätzung des nächsten gegen das laufende Jahr. Die Kriterien 9 bis 11 sowie der Tiebreaker laufen auf der ABSOLUTEN Kursentwicklung statt der Relativstärke zum Markt, wie im Buch beschrieben; das Dreimonats-Reversal (Kriterium 12) prüft Monat für Monat gegen den Markt statt kumuliert. Benchmark ist ein Welt-Index (MSCI World über den ETF URTH) statt eines Heimatindex, weil das Universum international ist. Abweichung bei Kriterium 6: Der Analystenkonsens zählt erst ab fünf Meinungen, weil dünn besetzte Einschätzungen sonst ein ganzes Kriterium entscheiden würden. Fehlt er, nutzt StockScorer das Kurszielpotenzial einseitig als optimistischen Proxy.
Dokumentierte Umsetzungsdetails: Die Kursreaktion auf Quartalszahlen wird marktbereinigt mit einer neutralen Zone von ±1 % gemessen. Fehlende Fundamentaldaten (Kriterien 1–5) zählen konservativ zur Minus-Stufe (Tool-Konvention, keine Original-Vorgabe); fehlende Markt- und Stimmungsdaten (Kriterien 6–13) bleiben neutral, damit dünn gecoverte Nebenwerte nicht systematisch benachteiligt werden. Der Kursziel-Proxy greift nur, wenn der Analystenkonsens fehlt, mindestens drei Analysten ausgewiesen sind und das Kurszielpotenzial mindestens 10 % beträgt. Die 10-%-Schwelle wurde gegen US-Titel mit beiden Datenarten kalibriert; für skeptische Ratings war ein umgekehrter Proxy nicht trennscharf genug.
Im Backtest sind die Stimmungs-Kriterien (Analysten, Quartalsreaktion, Revisionen) sowie die größenabhängigen Regeln mangels historischer Datenpunkte neutral gestellt. Die Datenqualitäts-Anzeige im Backtest weist das transparent aus.
Für Anleger, die einen bewährten, vollständigen Kriterienkatalog systematisch anwenden wollen, und die Disziplin mitbringen, Positionen bei sinkendem Punktestand auch wieder kritisch zu prüfen.