Das hauseigene Mehrfaktor-System: erst Risiko-Gates, dann Punkte für Qualität, Bewertung, Bilanz und Momentum, tagesaktuell über den gesamten Aktienmarkt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
Sobald ausreichend Historie vorliegt, zeigen wir hier den Backtest-Chart dieser Strategie.
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Über der oberen Schwelle: hohe Übereinstimmung mit dem Profil.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Zwei Knockout-Gates prüfen Insolvenzrisiko (Z-Score) und Ertragsqualität (Accruals), bevor Punkte zählen.
Kapital- und Eigenkapitalrendite sowie die FCF-Marge messen die Qualität des Geschäftsmodells.
Gewinnrendite, EV/EBIT und der Vergleich zum eigenen 5-Jahres-KGV halten die Bewertung im Blick.
Relative Stärke über 6 und 12 Monate und die Nähe zum 52-Wochen-Hoch dienen als Einstiegssignal.
Der StockScorer-Score richtet sich an alle, die eine ausgewogene, breit abgestützte Bewertung suchen, als Startpunkt fürs eigene Scoring oder als dauerhafter Allrounder. Er ist bewusst kein Spezialist: Wer reine Dividenden-, Value- oder Wachstumssicht will, findet dafür eigene Strategien.
Der StockScorer-Score ist die Standard-Strategie von StockScorer und bündelt die wichtigsten Faktorprämien in einem Punktesystem. Zwei Risiko-Gates prüfen zuerst, ob Insolvenzrisiko und Bilanzqualität unauffällig sind. Fällt eine Aktie durch, ist die Einstufung automatisch gering, egal wie gut die übrigen Zahlen aussehen. Erst danach sammeln Unternehmen Punkte für hohe Kapitalrendite, günstige Bewertung, solide Bilanz und positives Kursmomentum. Die Schwellen passen sich der Größenklasse an: Small Caps müssen mehr Punkte erreichen als Large Caps, weil dünnere Analystenabdeckung mehr Datenrauschen bedeutet.
Die Auswertung läuft in drei Stufen. Stufe eins sind zwei Risiko-Gates als Knockout-Regeln: Ein Insolvenz-Frühwarnwert (Z-Score, geht auf die Arbeit von Edward Altman zurück) unter 1,81 oder eine Accrual-Quote über 25 % (nach der von Richard Sloan beschriebenen Bilanz-Anomalie) erzwingen eine geringe Übereinstimmung, unabhängig vom restlichen Punktestand. Finanzwerte sind vom Z-Score-Gate ausgenommen, weil hohe Bilanzhebel dort zum Geschäftsmodell gehören; fehlende Werte blockieren nicht.
Stufe zwei vergibt Punkte für Qualität (Kapitalrendite über 15 % bzw. 25 %, Eigenkapitalrendite, FCF-Marge), Bewertung (Gewinnrendite, EV/EBIT, KGV unter dem eigenen 5-Jahres-Schnitt) und Bilanz (niedrige Verschuldung). Stufe drei ergänzt Momentum-Signale: relative Stärke gegenüber dem Weltmarkt über 6 und 12 Monate und die Nähe zum 52-Wochen-Hoch. Cash-Burn, teure Bewertung und fallende Kurse kosten Punkte.
Die Summe wird gegen größenklassen-abhängige Schwellen gestellt: Large Caps erreichen die obere Schwelle ab 6 Punkten, Mid Caps ab 7, Small Caps ab 8. Kleinere Werte müssen also mehr beweisen. Das filtert Datenrauschen aus dünn analysierten Nebenwerten.
Risiko-Gates (Knockout): Z-Score ≥ 1,81 (außer Finanzwerte) und Accrual Ratio ≤ 25 %, beide müssen bestehen.
Qualität: Kapitalrendite (ROC) über 15 % (+1) bzw. ab 25 % (+2 kumuliert), Eigenkapitalrendite über 15 % (+1), FCF-Marge über 8 % (+1); negativer freier Cashflow kostet 2 Punkte.
Bewertung: Gewinnrendite über 8 % (+1), EV/EBIT unter 10 (+1), aktuelles KGV unter dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt (+1); Gewinnrendite unter 3 % kostet einen Punkt.
Bilanz: Verschuldungsgrad unter 1,0 (+1); über 2,5 kostet einen Punkt.
Momentum: 6- und 12-Monats-Relativstärke über +5 % (je +1), Abstand zum 52-Wochen-Hoch unter 15 % (+1); ein Einbruch von mehr als 15 % in sechs Monaten kostet einen Punkt.
Kontinuität: eine seit mindestens fünf Jahren nicht gesenkte Dividende bringt einen Bonuspunkt.
Die Stärke des Scores liegt in der Kombination wenig korrelierter Faktoren: Qualität schützt vor Schrott, Bewertung vor Überzahlung, Momentum vor dem zu frühen Griff ins fallende Messer, und die Gates sortieren strukturelle Risiken aus, bevor Punkte überhaupt zählen.
Grenzen: Als Allrounder gewinnt der Score selten Spezialdisziplinen. Eine reine Dividenden- oder Deep-Value-Sicht bilden die Schwester-Strategien schärfer ab. Im Backtest sind einzelne Kriterien (52-Wochen-Hoch-Nähe, Dividenden-Kontinuität) mangels historischer Datenpunkte neutral gestellt; die Datenqualitäts-Anzeige im Backtest weist das transparent aus.
Für Einsteiger als vorausgewählter Standard im Onboarding, und für alle, die eine robuste Gesamtsicht statt einer Einzelfaktor-Wette wollen. Über den Regel-Editor lässt sich jede Schwelle und jedes Gate individuell anpassen.