Hoch bewertete Wachstumsaktien stürzen am tiefsten, wenn die Substanz fehlt. Der G-Score prüft, ob das Wachstum fundamental gedeckt ist.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
MSCI World im selben Zeitraum: +240.1 %
Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
| Score | Anzahl Aktien |
|---|---|
| 0 | 877 |
| +1 | 3.956 |
| +2 | 5.198 |
| +3 | 3.557 |
| +4 | 2.236 |
| +5 | 441 |
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Daraus drei Klassen: hohe, mittlere, geringe Übereinstimmung.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Kapitalrendite (ROA) und Cashflow-Rendite werden gegen den Branchen-Median gestellt, nicht gegen absolute Schwellen.
Der operative Cashflow muss über dem Nettogewinn liegen: Buchgewinne ohne Cash-Deckung zählen nicht.
Überdurchschnittliche F&E- und Investitionsausgaben drücken heutige Gewinne, sichern aber künftige Marktstellung.
Alle Vergleiche laufen sektorrelativ: ein Softwarewert wird an Software gemessen, nicht an Versorgern.
Genau diese Regeln laufen täglich über jede Aktie.
Nach kostenloser Anmeldung: das vollständige Profil im Regel-Editor kopieren, Schwellen anpassen und als eigenes Startprofil speichern.
Alle Regeln ansehen & kopierenIm Backtest ergibt sich eine Gesamtrendite von +282.5%. Der MSCI World kommt im selben Zeitraum auf +240.1%.
Survivorship-frei ab 30. Juni 2015: Die Index-Zusammensetzung wird Point-in-Time berücksichtigt.
Zurückliegender Zeitraum, quartalsweise Neugewichtung, ohne Steuern und Gebühren. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Nach mechanischer Anwendung der Regeln, kein gefilterter Bestenlisten-Effekt: Titel mit hoher Übereinstimmung können genauso fallen wie jede andere Aktie.
Für Wachstums-Anleger, die teure Aktien nicht meiden, aber absichern wollen: Der G-Score beantwortet die Frage, ob hinter der hohen Bewertung fundamentale Stärke steht oder nur eine Story.
Während der klassische 9-Punkte-Bilanzcheck für günstig bewertete Aktien entwickelt wurde, zielt der G-Score auf das Gegenteil: hoch bewertete Wachstumsaktien. Partha Mohanram zeigte 2005, dass sich auch im teuren Marktsegment Gewinner von „Fallen Stars“ trennen lassen: mit binären Kriterien relativ zur Branche, angewendet ausschließlich auf das unterste Buchwert/Kurs-Quintil, also auf klassische Wachstumswerte mit hohem KBV. StockScorer bildet dieses Quintil über einen Knockout auf ein KBV ab 3 nach. Übertrifft ein Unternehmen den Branchen-Median bei Kapital- und Cashflow-Rendite, deckt der operative Cashflow den Gewinn, und liegt es bei Forschungs- und Anlageinvestitionen über der Branchenmitte, ist das hohe Wachstum fundamental unterlegt. Wer dagegen überall unter der Branchenmitte abschneidet, ist ein Absturzkandidat, dessen Bewertung allein auf Erwartungen ruht.
Ein Knockout-Gate lässt nur Wachstumsaktien zu: ein KBV ab 3 (Näherung an Mohanrams unterstes Buchwert/Kurs-Quintil; fehlt das KBV, ist eine Aktie nicht bewertbar). Danach zählen fünf binäre Kriterien, je ein Punkt: Kapitalrendite (ROA) über dem Branchen-Median, Cashflow-Kapitalrendite (CFROA) über dem Branchen-Median, operativer Cashflow über dem Nettogewinn (Ertragsqualität), F&E-Intensität über dem Branchen-Median und Investitions-Intensität (CapEx im Verhältnis zur Bilanzsumme) über dem Branchen-Median.
Die Investitions-Kriterien sind der Clou des Modells: Hohe F&E- und CapEx-Ausgaben drücken den aktuellen Gewinn, konservative Bilanzierung bestraft also genau die Unternehmen, die am stärksten in ihre Zukunft investieren. Der G-Score dreht das um und wertet überdurchschnittliche Investitionen als Qualitätssignal. Die obere Schwelle liegt einheitlich bei 4 Punkten für alle Größenklassen (Mohanrams Paper findet die Größe irrelevant); die untere Schwelle liegt bei 1 Punkt, näher am Original (0–1 von 8 Kriterien als Short-Kandidat) als die frühere Schwelle von 2.
Wachstums-Gate (Knockout): KBV ab 3, Näherung an das unterste Buchwert/Kurs-Quintil des Originals.
Profitabilität: (1) ROA über Branchen-Median, (2) CFROA über Branchen-Median.
Ertragsqualität: (3) operativer Cashflow über dem Nettogewinn.
Investitionen: (4) F&E-Ausgaben im Verhältnis zur Bilanzsumme über Branchen-Median, (5) CapEx im Verhältnis zur Bilanzsumme über Branchen-Median.
Dokumentierte Abweichungen: Umsetzbar sind fünf der acht Original-Kriterien, die Werbeintensität sowie die Varianz von Kapitalrendite und Umsatz entfallen mangels Daten; die Schwellen sind entsprechend von 8 auf 5 Kriterien skaliert. Verglichen wird wie im Original gegen Branchen-Mediane: Der Median ist robust gegen einzelne Ausreißer, die einen Mittelwert bei schiefen Verteilungen (etwa der F&E-Intensität) verzerren würden.
Originaltreue seit dem 23.08.2026: Das Growth-Gate (KBV ab 3) grenzt das Universum wie im Paper auf das unterste Buchwert/Kurs-Quintil ein, die untere Schwelle ist von 2 auf 1 Punkt gesenkt (näher an Mohanrams eigener 0–1-von-8-Short-Kandidatur), und die Cap-Schwellen sind einheitlich, weil die Größe im Paper keine Rolle spielt.
Im Backtest werden die branchenrelativen Kriterien je Stichtag gegen den Branchen-Median der Aktien ausgewertet, die dann zum gewählten Universum gehörten, mit den zu diesem Zeitpunkt veröffentlichten Zahlen. Zwei Einschränkungen: Die Sektor-Zuordnung ist erst seit September 2026 historisiert (davor gilt der Sektor vom Beginn der Aufzeichnung), und Branchen mit weniger als 20 Aktien im Universum gelten als fehlend. Die Regelabdeckungs-Anzeige im Backtest skaliert die Schwellen bei fehlenden Werten proportional und weist das transparent aus.
Für Growth-Anleger als Qualitätsfilter über dem teuren Marktsegment, ideal in Kombination mit einer Momentum- oder Rule-of-40-Sicht, die das Wachstum selbst misst.