Langweilig schlägt spektakulär: Schwankungsarme Aktien lieferten historisch risikoadjustiert mehr Rendite. Dieses Screening findet sie automatisch.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
Sobald ausreichend Historie vorliegt, zeigen wir hier den Backtest-Chart dieser Strategie.
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Über der oberen Schwelle: hohe Übereinstimmung mit dem Profil.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Das Beta misst die Marktsensitivität: unter 0,8 deutlich defensiv (+2), über 1,3 hochvolatil (−2).
Eine Eigenkapitalquote über 40 % gibt den Puffer, den defensive Anleger suchen.
Eine seit mindestens fünf Jahren nicht gesenkte Dividende belegt planbare Cashflows.
Eigenkapitalrendite über 10 % bei positivem Gewinn; ein Verlustjahr kostet einen Punkt.
Für sicherheitsorientierte Anleger, Ruheständler und alle, die Marktphasen mit hohen Drawdowns schlecht aushalten. Die Strategie tauscht bewusst Kurschancen gegen Stabilität: in starken Bullenmärkten läuft sie dem Markt typischerweise hinterher.
Die Low-Volatility-Anomalie ist eine der am besten belegten Kapitalmarkt-Beobachtungen: Aktien mit niedriger Schwankung lieferten über Jahrzehnte höhere risikoadjustierte Renditen als hochvolatile Titel, das Gegenteil dessen, was die klassische Theorie (mehr Risiko = mehr Rendite) erwarten ließe. Eine gängige Erklärung: Anleger überzahlen systematisch Lotterie-Aktien mit Kurspotenzial und meiden das Langweilige. Diese Strategie kehrt das um: Ein Beta unter 0,8 ist das Kern-Kriterium, flankiert von defensiver Eigenkapitalquote, einer seit Jahren nicht gesenkten Dividende und stabiler Profitabilität.
Das Beta ist der Kern: unter 0,8 (die Aktie vollzieht Marktbewegungen nur gedämpft nach) gibt +2 Punkte, 0,8 bis 1,0 noch +1. Ein Beta über 1,3 oder ein fehlender Wert kostet 2 Punkte: Ohne belegbare Schwankungsarmut ist eine Aktie hier per Definition kein Kandidat.
Drei Defensiv-Checks ergänzen das Bild: Eigenkapitalquote über 40 % (+1), Dividende seit mindestens fünf Jahren nicht gesenkt (+1) und stabile Profitabilität: Eigenkapitalrendite über 10 % bei positivem Nettogewinn (+1); ein Verlustjahr kostet einen Punkt. Die obere Schwelle liegt bei 3 Punkten (Small Caps: 4); niedriges Beta allein genügt also nicht, mindestens ein Qualitätssignal muss dazukommen.
Beta < 0,8: deutlich schwankungsärmer als der Markt (+2). Beta 0,8 – 1,0: moderat defensiv (+1). Beta > 1,3 oder fehlend: hochvolatil (−2).
Eigenkapitalquote > 40 %: defensive Bilanz (+1).
Dividende ≥ 5 Jahre nicht gesenkt: verlässliche Ausschüttung (+1).
ROE > 10 % bei positivem Gewinn: stabile Profitabilität (+1). Nettogewinn negativ: Verlustjahr (−1).
Die Stärke liegt im Drawdown-Verhalten: Defensive Portfolios verlieren in Korrekturen typischerweise deutlich weniger und müssen anschließend weniger aufholen. Das ist die mathematische Quelle der Anomalie: Wer 20 % verliert, braucht 25 % Erholung; wer 40 % verliert, braucht 67 %.
Grenzen: In starken Bullenmärkten bleibt die Strategie zurück, das ist kein Fehler, sondern der Preis der Stabilität. Das Beta ist zudem eine rückwärtsgerichtete Kennzahl; strukturelle Veränderungen eines Geschäftsmodells zeigt es erst mit Verzögerung. Im Backtest sind die Beta- und Dividenden-Streak-Regeln je nach historischer Datenlage nur teilweise bewertbar; die Regelabdeckungs-Anzeige weist das transparent aus.
Für Anleger, denen der maximale Drawdown wichtiger ist als das letzte Prozent Rendite, als defensiver Kern eines Depots oder als Beimischung zur Beruhigung offensiver Strategien.