Was würde ein Aufkäufer für das operative Geschäft zahlen? Ein einziges Multiple entscheidet: je günstiger, desto mehr Punkte. Automatisiert über den gesamten Markt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
MSCI World im selben Zeitraum: +240.1 %
Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
| Score | Anzahl Aktien |
|---|---|
| -2 | 13.375 |
| -1 | 0 |
| 0 | 892 |
| +1 | 1.074 |
| +2 | 0 |
| +3 | 924 |
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Daraus drei Klassen: hohe, mittlere, geringe Übereinstimmung.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
EV/EBIT misst den Preis des Betriebsergebnisses (inklusive Nettoverschuldung), wie ein Aufkäufer rechnet.
Das tiefste Bewertungs-Dezil bringt die volle Punktzahl, die teuerste Markthälfte kostet Punkte.
Carlisles These: Jeder zusätzliche Qualitätsfaktor senkt die Rendite. Deshalb zählt bewusst nur der Preis.
Nein. Finanz- und Immobilienwerte sind ausgeschlossen, weil der Unternehmenswert bei ihnen nicht definiert ist. Das ist eine dokumentierte Abweichung vom Original.
Genau diese Regeln laufen täglich über jede Aktie.
Im Backtest ergibt sich eine Gesamtrendite von +83.3%. Der MSCI World kommt im selben Zeitraum auf +240.1%.
Survivorship-frei ab 30. Juni 2015: Die Index-Zusammensetzung wird Point-in-Time berücksichtigt.
Zurückliegender Zeitraum, quartalsweise Neugewichtung, ohne Steuern und Gebühren. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Nach mechanischer Anwendung der Regeln, kein gefilterter Bestenlisten-Effekt: Titel mit hoher Übereinstimmung können genauso fallen wie jede andere Aktie.
Für überzeugte Value-Anleger, die maximale Einfachheit wollen: keine Qualitätsfaktoren, kein Momentum, nur der Preis. Die Strategie setzt bewusst auf das Ungeliebte. Das verlangt Geduld und die Bereitschaft, gegen die Stimmung zu investieren.
EV/EBIT Deep Value ist die radikal vereinfachte Alternative zu mehrstufigen Value-Systemen. Die Idee wurde als „Acquirer's Multiple“ von Tobias Carlisle bekannt: Hohe Kapitalrenditen ziehen Konkurrenz an und sind selten von Dauer (Mean Reversion), jeder zusätzliche Qualitätsfaktor senkt nach Carlisles These die Rendite. Deshalb zählt hier ausschließlich das Verhältnis von Unternehmenswert zu operativem Ergebnis, also EV/EBIT inklusive aller Schulden, ohne Zusatzfilter für Cashflow, Bilanz oder Qualität. Anders als im Original sind Finanz- und Immobilienwerte ausgeschlossen: Bei Banken, Versicherern und REITs ist der Unternehmenswert nicht definiert, das Multiple wird dort oft negativ und würde fälschlich als günstig gewertet. Versorger sind enthalten.
Kern ist ein einziges Multiple, und zwar das EINZIGE Kriterium der Strategie: der Unternehmenswert (Marktkapitalisierung plus Nettoverschuldung) geteilt durch das operative Ergebnis. Ein EV/EBIT bis 5 (historisch das günstigste Zehntel des Marktes) bringt +3 Punkte, 5 bis 8 noch +1. Ab einem EV/EBIT von 10 gibt es −2 Punkte. Fehlt das Multiple, weil das EBIT negativ ist, zählt das bewusst ebenfalls zur schlechtesten Stufe.
Die obere Schwelle liegt einheitlich bei 3 Punkten für alle Größenklassen: Carlisle trennt zwar in größere und kleinere Universen, wendet auf beide aber dieselben Regeln an, historisch schnitten kleinere Werte sogar besser ab. Frühere FCF- und Verschuldungs-Zusatzregeln sind seit der Originaltreue-Runde entfernt: Carlisles Kernthese ist ein Ein-Faktor-Modell ohne Qualitätsfilter.
EV/EBIT 0–5: tiefstes Bewertungs-Dezil (+3). EV/EBIT 5–8: sehr günstig (+1). EV/EBIT 8–10: neutrale Zone. Ab 10 oder ohne Wert: teuer bzw. unprofitabel (−2).
Ausschluss: Finanz- und Immobilienwerte sind per Knockout ausgenommen (Unternehmenswert dort nicht definiert).
Kein weiteres Kriterium: bewusst ohne Qualitäts-, Cashflow- oder Bilanzfilter, wie im Original.
Warum EV/EBIT statt KGV? Das KGV ignoriert die Kapitalstruktur: Ein hoch verschuldetes Unternehmen wirkt optisch billig. Der Unternehmenswert rechnet die Schulden in den Preis ein: die Perspektive dessen, der den ganzen Laden übernimmt.
Das Original rankt das gesamte Universum nach EV/EBIT und wählt die günstigsten Perzentile aus. StockScorer übersetzt die Ränge in absolute Stufen (Dezil- und Quartil-Proxys aus historischen Marktdaten). Der Score einer Aktie hängt so nur von ihren eigenen Zahlen ab und bleibt jederzeit nachvollziehbar. In extremen Marktphasen kann die absolute Staffel mehr oder weniger Treffer liefern als ein echtes Ranking.
Originaltreue seit dem 23.08.2026: Die früheren Zusatzregeln für freien Cashflow und Verschuldung sind entfernt, denn Carlisle lehnt jeden Qualitätsfilter ausdrücklich ab, er wäre ein zusätzlicher Faktor, der die Überrendite des reinen Preis-Signals verwässert. Die Cap-Schwellen sind einheitlich, weil Carlisle Small- und Large-Cap-Universen mit denselben Regeln testet. Dokumentierte Abweichung bleibt die operative Ertragsgröße: StockScorer nutzt EBIT, während Carlisles aktuelle Definition ein bereinigtes Operating Earnings von oben nach unten aus der Gewinnrechnung ableitet.
Die Stärke ist zugleich die Schwäche: Ohne Qualitätsfilter landen auch strukturell kranke Unternehmen im günstigsten Dezil. Die Strategie setzt darauf, dass der Preisabschlag dieses Risiko überkompensiert. Wer beides will, kombiniert sie mit dem 9-Punkte-Bilanzcheck als zweitem Filter.
Für erfahrene Value-Anleger mit Kontrarier-Naturell, die eine maximal einfache, disziplinierte Regel einer komplexen Faktormischung vorziehen.