Nicht das schnellste Wachstum gewinnt, sondern das stetigste zum fairen Preis: GARP meidet Deep-Value-Risiken und Bewertungsblasen zugleich.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
Sobald ausreichend Historie vorliegt, zeigen wir hier den Backtest-Chart dieser Strategie.
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Über der oberen Schwelle: hohe Übereinstimmung mit dem Profil.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
10 bis 25 % pro Jahr über fünf Jahre: das Stabilitäts-Band bringt die höchste Einzelwertung (+2).
Das aktuelle KGV wird gegen den eigenen 5-Jahres-Durchschnitt gestellt, nicht gegen den Markt.
Eine Eigenkapitalrendite über 15 % stellt sicher, dass das Wachstum profitabel erwirtschaftet wird.
PEG zwischen 0,5 und 1,2; darüber wird Wachstum zu teuer, extrem niedrige Werte sind verdächtig.
Für langfristige Anleger, die den Kompromiss suchen: mehr Dynamik als klassische Dividendenwerte, weniger Risiko als Hyper-Growth. GARP-Aktien sind selten spektakulär. Genau das ist die Idee.
GARP (Growth at a Reasonable Price) ist der Mittelweg zwischen den Extremen: Deep Value kauft billig und riskiert strukturell kranke Unternehmen; Pure Growth kauft Dynamik und riskiert Bewertungsblasen. Das ausgewogene GARP-Modell verlangt beides in Maßen: ein stetiges Gewinnwachstum von 10 bis 25 % pro Jahr (schnell genug für echten Zinseszinseffekt, langsam genug, um nachhaltig zu sein), ein KGV unter dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt und ein PEG im fairen Fenster. Extrem niedrige PEGs werden bewusst nicht belohnt: Sie deuten oft auf zyklische Gewinnspitzen hin, deren Wachstum sich nicht wiederholt.
Vier Bausteine bilden den Score: Ein Gewinnwachstum von 10 bis 25 % pro Jahr (5-Jahres-CAGR) bringt +2. Das Stabilitäts-Band ist bewusst die höchste Einzelwertung. Ein aktuelles KGV unter dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt bringt +1, eine Eigenkapitalrendite über 15 % ebenfalls +1, ein PEG zwischen 0,5 und 1,2 einen weiteren Punkt.
Auf der Abzugsseite: Rückläufiges oder instabiles Gewinnwachstum (negativer 5-Jahres-Trend, fehlende Historie oder ein jüngst gefallener Gewinn) kostet einen Punkt, ein PEG über 2 (oder ohne sinnvollen Wert) ebenfalls. Die obere Schwelle liegt bei 3 Punkten für Large Caps und 4 für Mid und Small Caps.
Historische Bewertung: aktuelles KGV unter dem eigenen 5-Jahres-Durchschnitt (+1).
Gewinnstabilität: 5-Jahres-CAGR zwischen 10 und 25 % (+2); negativer Trend, fehlende Historie oder jüngst rückläufiger Gewinn (−1).
Rentabilität: Eigenkapitalrendite über 15 % (+1).
Bewertung: PEG 0,5 – 1,2 (+1); PEG über 2, negativ oder fehlend (−1).
Der Unterschied zur PEG-Strategie liegt im Umgang mit Extremen: Ein PEG von 0,3 bekommt dort die volle Punktzahl, hier bewusst keinen Bonus. Absurd niedrige PEGs entstehen häufig bei Rohstoff- und Zyklikerwerten am Ende eines Boomzyklus, wenn das scheinbar hohe Wachstum kurz vor dem Kippen steht.
Dokumentierte Abweichung: Das Original-Kriterium „EPS-Wachstum in jedem einzelnen Jahr zwischen 10 und 25 %“ ist mit Jahresdaten nicht direkt abbildbar. StockScorer nutzt das 5-Jahres-CAGR-Band und ergänzt einen Abzug, wenn der jüngste Jahresgewinn rückläufig war: zusammen eine gute Näherung an „stetig statt sprunghaft“.
Für geduldige Qualitätsanleger, die Wachstum wollen, ohne für Hoffnungswerte zu zahlen, als Kernstrategie fürs langfristige Depot.