Ein KGV von 25 kann günstig sein, wenn der Gewinn um 30 % wächst. Das PEG-Verhältnis macht Wachstumsaktien vergleichbar, automatisiert über den gesamten Markt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
Sobald ausreichend Historie vorliegt, zeigen wir hier den Backtest-Chart dieser Strategie.
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Über der oberen Schwelle: hohe Übereinstimmung mit dem Profil.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Das PEG-Verhältnis staffelt von +3 (unter 0,5) bis −2 (über 2,0): je niedriger, desto attraktiver.
Ein Verschuldungsgrad unter 0,4 stellt sicher, dass das Wachstum nicht auf Pump finanziert ist.
Wachsen die Lagerbestände langsamer als der Umsatz, zieht die Nachfrage: der Frühindikator gibt einen Punkt.
Lager, das deutlich schneller wächst als der Umsatz, kündigt Rabattschlachten an und kostet einen Punkt.
Für wachstumsorientierte Anleger mit Bewertungsdisziplin: Wer Wachstum will, aber nicht jeden Preis zahlt, findet im PEG den passenden Maßstab, verständlich, vergleichbar und über Branchen hinweg anwendbar.
Die PEG-Strategie folgt dem Prinzip, das Peter Lynch als Manager des Magellan Fund geprägt hat: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis allein sagt nichts, solange man es nicht ins Verhältnis zum Gewinnwachstum setzt. Ein PEG von 1,0 (KGV gleich Wachstumsrate) gilt als fair; darunter beginnt die Unterbewertung. Flankiert wird der Kern von zwei Lynch-typischen Checks: einer konservativen Bilanz und dem oft übersehenen Lagerbestands-Frühindikator. Wenn sich Vorräte schneller anhäufen als Umsätze wachsen, drohen Rabattaktionen und Margeneinbrüche, lange bevor sie in der Gewinnrechnung sichtbar werden.
Das PEG-Verhältnis (KGV geteilt durch erwartetes Gewinnwachstum) wird in Stufen übersetzt: unter 0,5 gilt als extreme Unterbewertung (+3), 0,5 bis 1,0 als ideales GARP-Fenster (+2), 1,0 bis 1,5 als fair (+1). Ab 2,0 (oder wenn kein sinnvolles PEG existiert, weil Gewinn oder Wachstum negativ sind) gibt es −2: Das Wachstum ist dann überteuert eingepreist oder die These trägt nicht.
Dazu kommen zwei Qualitäts-Checks: Ein Verschuldungsgrad unter 0,4 bringt +1. Wachsen die Lagerbestände langsamer als der Umsatz, gibt es +1; wachsen sie mehr als 10 Prozentpunkte schneller, kostet das einen Punkt. Die obere Schwelle liegt bei 3 Punkten für Large Caps, 4 für Mid Caps und 5 für Small Caps.
PEG 0 – 0,5: extreme Unterbewertung im Verhältnis zum Wachstum (+3). PEG 0,5 – 1,0: ideales Fenster (+2). PEG 1,0 – 1,5: fair (+1). PEG über 2, negativ oder fehlend: überteuert (−2).
Verschuldungsgrad unter 0,4: konservative Bilanz (+1).
Lagerbestände: Wachstum unter dem Umsatzwachstum (+1); mehr als 10 Prozentpunkte darüber (−1), der Ladenhüter-Frühindikator.
Die Stärke des PEG: Es macht Wachstumsaktien über Branchen und Bewertungsniveaus hinweg vergleichbar. Die Schwäche: Es hängt an der Qualität der Wachstumsschätzung. Bei Zyklikern am Gewinnpeak wirkt das PEG trügerisch niedrig, weil das hohe Wachstum nicht nachhaltig ist. Die Schwester-Strategie GARP Ausgewogen adressiert genau diesen Fall, indem sie extrem niedrige PEGs bewusst nicht belohnt.
Berechnungshinweise: „Deutlich schneller wachsendes Lager“ ist als mehr als 10 Prozentpunkte über dem Umsatzwachstum konkretisiert. Unternehmen ohne Lagerbestände (Software, Dienstleister) bleiben bei beiden Lagerregeln neutral. Im Backtest stammt das PEG aus den historischen Jahres-Kennzahlen des Datenanbieters.
Für Anleger, die Wachstumsunternehmen systematisch nach dem Preis-Wachstums-Verhältnis filtern wollen: als Kernstrategie oder als Bewertungs-Check über einer Growth-Watchlist.