Zwei Fragen, ein Score: Wie profitabel arbeitet das eingesetzte Kapital, und wie günstig ist das operative Geschäft zu haben? Automatisiert über den gesamten Markt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
MSCI World im selben Zeitraum: +240.1 %
Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
| Score | Anzahl Aktien |
|---|---|
| -4 | 4.979 |
| -3 | 0 |
| -2 | 1.585 |
| -1 | 727 |
| 0 | 1.051 |
| +1 | 1.919 |
| +2 | 629 |
| +3 | 1.403 |
| +4 | 747 |
| +5 | 1.097 |
| +6 | 1.216 |
| +7 | 0 |
| +8 | 531 |
| +9 | 0 |
| +10 | 381 |
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Daraus drei Klassen: hohe, mittlere, geringe Übereinstimmung.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Der Return on Capital (ROC) misst, was jeder investierte Euro operativ erwirtschaftet.
EV/EBIT bewertet das operative Ergebnis aus Sicht eines Unternehmensaufkäufers, inklusive Schulden.
Die obere Score-Schwelle liegt bei 5 Punkten: Ein einzelner Topfaktor (+5) reicht, wenn der zweite Faktor nicht negativ ausschlägt. Die Rangfolge nach Score bevorzugt trotzdem starke Kombinationen aus beiden Faktoren.
Wertvernichter (ROC unter 5 %) und unprofitable oder massiv überteuerte Titel bekommen Abzüge.
Genau diese Regeln laufen täglich über jede Aktie.
Nach kostenloser Anmeldung: das vollständige Profil im Regel-Editor kopieren, Schwellen anpassen und als eigenes Startprofil speichern.
Alle Regeln ansehen & kopierenIm Backtest ergibt sich eine Gesamtrendite von +96.4%. Der MSCI World kommt im selben Zeitraum auf +240.1%.
Survivorship-frei ab 30. Juni 2015: Die Index-Zusammensetzung wird Point-in-Time berücksichtigt.
Zurückliegender Zeitraum, quartalsweise Neugewichtung, ohne Steuern und Gebühren. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Nach mechanischer Anwendung der Regeln, kein gefilterter Bestenlisten-Effekt: Titel mit hoher Übereinstimmung können genauso fallen wie jede andere Aktie.
Für Anleger mit Geduld und Disziplin: Die günstigsten Kombinationen aus Qualität und Preis finden sich oft bei Unternehmen mit kurzfristig schlechten Nachrichten. Wer dem Bewertungsanker vertraut und Momentum bewusst ignoriert, ist hier richtig.
Die Zwei-Faktor-Strategie sucht die seltene Kombination aus überdurchschnittlicher Kapitalrendite und attraktiver Bewertung. Das Prinzip wurde als „Magic Formula“ von Joel Greenblatt bekannt: Gute Unternehmen (hoher Return on Capital) zu günstigen Preisen (hohe Gewinnrendite bzw. niedriges EV/EBIT) schlagen langfristig den Markt. StockScorer übersetzt das Original-Ranking in feste Punktestufen: jede Aktie wird an absoluten Schwellen gemessen statt am Rest des Universums, wodurch der Score jederzeit nachvollziehbar bleibt. Wie im Original sind Finanzwerte und Versorger als Knockout ausgeschlossen: Greenblatts eigenes FAQ nennt die „unique nature of their financial accounting statements“ als Grund.
Ein Knockout-Filter schließt zuerst Finanzwerte und Versorger aus: Für sie ist die Kapitalrendite-Kennzahl nicht sinnvoll definiert, das entspricht dem Original. Danach werden beide Faktoren in disjunkte Punktestufen übersetzt. Kapitalrendite: Ein ROC ab 40 % (quasi-monopolartige Wettbewerbsvorteile) bringt +5 Punkte, 25–40 % +3, 15–25 % +1; unter 5 % oder ohne Wert gibt es −2. Bewertung: Ein EV/EBIT unter 6,7 (das entspricht einer Gewinnrendite über 15 %) bringt +5, bis 10 +3, bis 16,7 +1; ab 33,3 oder ohne Multiple (negatives EBIT) −2.
Die Summe beider Staffeln ergibt den Score von −4 bis +10. Die obere Schwelle liegt einheitlich bei 5 Punkten, für alle Größenklassen gleich: Das Original kennt keine Größenstufen. Ein einzelner Topfaktor (+5 Punkte) reicht damit für eine hohe Übereinstimmung, sofern der andere Faktor nicht negativ ausschlägt. Die Rangfolge nach Score zieht starke Kombinationen aus beiden Faktoren trotzdem vor: Sie sortiert höher punktende Aktien zuerst in die Top-Listen, Einzelstärke füllt vor allem sonst offene Plätze auf.
Keine Finanzwerte und Versorger: Knockout-Regel, wie im Original ausgeschlossen ("unique nature of their financial accounting statements").
Return on Capital (ROC): operatives Ergebnis (EBIT) im Verhältnis zum materiellen eingesetzten Kapital. StockScorer verwendet seit der Originaltreue-Runde Greenblatts eigene Definition, EBIT geteilt durch Nettoumlaufvermögen plus Netto-Sachanlagen (ohne Goodwill), statt der breiteren Kennzahl Return on Capital Employed.
EV/EBIT: Unternehmenswert (Marktkapitalisierung plus Nettoverschuldung) geteilt durch das operative Ergebnis. Anders als das KGV lässt sich dieses Multiple nicht durch Bilanzhebel schönen.
Punktestufen: +5/+3/+1 je Faktor, −2 für Wertvernichtung bzw. massive Überbewertung. Fehlt das EV/EBIT, zählt das bewusst zur schlechtesten Stufe. Ein negatives EBIT liefert kein Multiple.
Das Original von Greenblatt bildet ein relatives Ranking über das gesamte Universum („die 30 besten Ränge“). StockScorer nutzt stattdessen absolute Schwellen aus historischen Dezilen: der Score einer Aktie hängt damit nur von ihren eigenen Zahlen ab, nicht von der Zusammensetzung des Universums. Das ist transparenter, kann in extremen Marktphasen aber mehr oder weniger Treffer liefern als ein starres Ranking.
Die Kapitalrendite folgt seit der Originaltreue-Runde vom 23.08.2026 Greenblatts eigener Formel (EBIT geteilt durch Nettoumlaufvermögen plus Netto-Sachanlagen) statt der zuvor verwendeten ROCE-Näherung: Materielles Kapital ohne Goodwill bildet die Kapitalintensität eines Geschäfts genauer ab als eine bilanzhebel-neutralisierte Gesamtkapitalrendite. Greenblatt empfiehlt zudem eine Haltefrist von einem Jahr je Position (steuerlich und um Mean-Reversion Zeit zu geben); die Cap-Schwellen sind seit der Runde einheitlich, das Original staffelt ebenfalls nicht nach Größe.
Die bekannte psychologische Hürde bleibt: Hoch punktende Aktien sind häufig Titel mit kurzfristig schlechten Nachrichten (Mean Reversion). Die Strategie verlangt, genau dann systematisch hinzusehen, wenn es unbequem ist.
Für fundamentale Value-Anleger, die eine klare, zweidimensionale Logik schätzen und mit zwischenzeitlicher Underperformance leben können, bis der Markt die Unterbewertung erkennt.