Zwei Fragen, ein Score: Wie profitabel arbeitet das eingesetzte Kapital, und wie günstig ist das operative Geschäft zu haben? Automatisiert über den gesamten Markt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
Sobald ausreichend Historie vorliegt, zeigen wir hier den Backtest-Chart dieser Strategie.
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Über der oberen Schwelle: hohe Übereinstimmung mit dem Profil.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Der Return on Capital (ROC) misst, was jeder investierte Euro operativ erwirtschaftet.
EV/EBIT bewertet das operative Ergebnis aus Sicht eines Unternehmensaufkäufers, inklusive Schulden.
Nur wer in beiden Faktoren punktet, erreicht die obere Score-Schwelle. Einzelstärke reicht nicht.
Wertvernichter (ROC unter 5 %) und unprofitable oder massiv überteuerte Titel bekommen Abzüge.
Für Anleger mit Geduld und Disziplin: Die günstigsten Kombinationen aus Qualität und Preis finden sich oft bei Unternehmen mit kurzfristig schlechten Nachrichten. Wer dem Bewertungsanker vertraut und Momentum bewusst ignoriert, ist hier richtig.
Die Zwei-Faktor-Strategie sucht die seltene Kombination aus überdurchschnittlicher Kapitalrendite und attraktiver Bewertung. Das Prinzip wurde als „Magic Formula“ von Joel Greenblatt bekannt: Gute Unternehmen (hoher Return on Capital) zu günstigen Preisen (hohe Gewinnrendite bzw. niedriges EV/EBIT) schlagen langfristig den Markt. StockScorer übersetzt das Original-Ranking in feste Punktestufen: jede Aktie wird an absoluten Schwellen gemessen statt am Rest des Universums, wodurch der Score jederzeit nachvollziehbar bleibt.
Beide Faktoren werden in disjunkte Punktestufen übersetzt. Kapitalrendite: Ein ROC ab 40 % (quasi-monopolartige Wettbewerbsvorteile) bringt +5 Punkte, 25–40 % +3, 15–25 % +1; unter 5 % oder ohne Wert gibt es −2. Bewertung: Ein EV/EBIT unter 6,7 (das entspricht einer Gewinnrendite über 15 %) bringt +5, bis 10 +3, bis 16,7 +1; ab 33,3 oder ohne Multiple (negatives EBIT) −2.
Die Summe beider Staffeln ergibt den Score von −4 bis +10. Die obere Schwelle liegt je nach Größenklasse bei 6 (Large), 7 (Mid) bzw. 8 Punkten (Small). Eine hohe Übereinstimmung verlangt also echte Stärke in beiden Dimensionen gleichzeitig.
Return on Capital (ROC): operatives Ergebnis im Verhältnis zum eingesetzten Kapital; StockScorer verwendet den Return on Capital Employed (ROCE), der Verschuldungseffekte neutralisiert.
EV/EBIT: Unternehmenswert (Marktkapitalisierung plus Nettoverschuldung) geteilt durch das operative Ergebnis. Anders als das KGV lässt sich dieses Multiple nicht durch Bilanzhebel schönen.
Punktestufen: +5/+3/+1 je Faktor, −2 für Wertvernichtung bzw. massive Überbewertung. Fehlt das EV/EBIT, zählt das bewusst zur schlechtesten Stufe. Ein negatives EBIT liefert kein Multiple.
Das Original von Greenblatt bildet ein relatives Ranking über das gesamte Universum („kaufe die 30 besten Ränge“). StockScorer nutzt stattdessen absolute Schwellen aus historischen Dezilen: der Score einer Aktie hängt damit nur von ihren eigenen Zahlen ab, nicht von der Zusammensetzung des Universums. Das ist transparenter, kann in extremen Marktphasen aber mehr oder weniger Treffer liefern als ein starres Ranking.
Die bekannte psychologische Hürde bleibt: Hoch punktende Aktien sind häufig Titel mit kurzfristig schlechten Nachrichten (Mean Reversion). Die Strategie verlangt, genau dann systematisch hinzusehen, wenn es unbequem ist.
Für fundamentale Value-Anleger, die eine klare, zweidimensionale Logik schätzen und mit zwischenzeitlicher Underperformance leben können, bis der Markt die Unterbewertung erkennt.