Ist eine günstige Bewertung durch Substanz und Wachstum gedeckt, oder nur eine Value-Falle? Fünfzehn Kriterien prüfen das automatisiert über den gesamten Markt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
MSCI World im selben Zeitraum: +240.1 %
Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
| Score | Anzahl Aktien |
|---|---|
| -6 | 2 |
| -5 | 41 |
| -4 | 233 |
| -3 | 577 |
| -2 | 953 |
| -1 | 1.590 |
| 0 | 2.178 |
| +1 | 2.074 |
| +2 | 1.753 |
| +3 | 1.434 |
| +4 | 1.404 |
| +5 | 1.245 |
| +6 | 1.001 |
| +7 | 793 |
| +8 | 552 |
| +9 | 327 |
| +10 | 108 |
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Daraus drei Klassen: hohe, mittlere, geringe Übereinstimmung.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
KGV und KBV werden gegen den Branchen-Median verglichen, dazu zählen die absoluten Graham-Marken für KGV und KBV.
Current Ratio ab 2 und eine Fremd-/Eigenkapital-Quote unter 0,5 prüfen die Bilanz nach klassischen Graham-Kriterien.
Ein PEG unter 1 zeigt, ob das KGV durch Gewinnwachstum gedeckt ist, statt nur billig zu wirken.
Fünf Abzugsregeln prüfen Verlustjahre, Gewinn- und Umsatzrückgänge, freien Cashflow und Verschuldung.
Genau diese Regeln laufen täglich über jede Aktie.
Nach kostenloser Anmeldung: das vollständige Profil im Regel-Editor kopieren, Schwellen anpassen und als eigenes Startprofil speichern.
Alle Regeln ansehen & kopierenIm Backtest ergibt sich eine Gesamtrendite von +180.3%. Der MSCI World kommt im selben Zeitraum auf +240.1%.
Survivorship-frei ab 30. Juni 2015: Die Index-Zusammensetzung wird Point-in-Time berücksichtigt.
Zurückliegender Zeitraum, quartalsweise Neugewichtung, ohne Steuern und Gebühren. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
Nach mechanischer Anwendung der Regeln, kein gefilterter Bestenlisten-Effekt: Titel mit hoher Übereinstimmung können genauso fallen wie jede andere Aktie.
Für Value-Anleger, die einer einzelnen Kennzahl misstrauen und eine breite Kennzahlen-Basis statt eines einzelnen Multiples wollen. Wer die tagesaktuellen Treffer ohne eigenes Profil sehen möchte, findet sie in der Liste unter /listen/unterbewertete-aktien.
Wer unterbewertete Aktien finden will, kommt mit einer einzigen Kennzahl schnell an eine Grenze: Ein niedriges KGV kann ebenso gut eine Value-Falle sein wie ein echtes Schnäppchen. Der Mehrfaktor-Check kombiniert deshalb einen Branchenvergleich bei KGV und KBV mit klassischen Substanzkriterien in der Tradition Benjamin Grahams, darunter die Buchwert-Marke, eine Current Ratio von mindestens 2 und eine niedrige Verschuldung, sowie dem PEG als Gegenprobe, ob ein niedriges KGV durch schwaches Wachstum erklärbar ist. So lassen sich unterbewertete Aktien screenen, ohne allein auf ein einzelnes Multiple zu vertrauen. Fünf Abzugsregeln sortieren typische Value-Fallen aus: Verlustjahre, einbrechende Gewinne oder Umsätze, negativer freier Cashflow und hohe Verschuldung. Finanz-, Immobilien- und Versorgungswerte sind ausgeschlossen, weil EV/EBIT, Current Ratio und Verschuldungsgrad dort strukturell andere Maßstäbe brauchen.
Der Ausgangspunkt ist ein Knock-out: Finanz-, Immobilien- und Versorgungswerte fallen komplett aus dem Universum, weil EV/EBIT, Current Ratio und Fremd-/Eigenkapital-Quote bei ihnen strukturell andere Maßstäbe brauchen als im übrigen Markt. Für alle anderen Aktien zählen neun Pluskriterien: bis zu +2 Punkte für ein KGV unter dem Branchen-Median (nur bei positivem KGV), +1 für ein KBV unter dem Branchen-Median, bis zu +2 für ein EV/EBIT unter 8 (auch bei negativem Unternehmenswert durch Netto-Cash), +1 für ein EV/EBIT zwischen 8 und 12, je +1 für die absoluten Graham-Marken KGV zwischen 1 und 12 und KBV zwischen 0,1 und 1,2, +1 für ein PEG unter 1 sowie je +1 für eine Current Ratio ab 2 und eine Fremd-/Eigenkapital-Quote unter 0,5.
Fünf Abzugsregeln filtern typische Value-Fallen heraus: −2 Punkte für einen Nettoverlust im letzten Geschäftsjahr, −1 für einen Gewinnrückgang von mehr als 20 % gegenüber dem Vorjahr, −1 für einen Umsatzrückgang von mehr als 5 %, −1 für negativen freien Cashflow und −1 für eine Fremd-/Eigenkapital-Quote ab 2. Fehlt eine Kennzahl, bleibt das jeweilige Kriterium neutral statt automatisch abzuwerten, dünn gecoverte Aktien werden so nicht systematisch benachteiligt. Die obere Schwelle liegt einheitlich bei 7 Punkten für alle Größenklassen, die untere bei 3. Bei Punktegleichstand entscheidet das niedrigere KGV.
Bewertung im Branchenvergleich: KGV unter Branchen-Median (+2, nur bei KGV > 0), KBV unter Branchen-Median (+1, nur bei KBV > 0).
Absolute Bewertungs-Marken: EV/EBIT unter 8 (+2, auch Netto-Cash-Fälle), EV/EBIT 8 bis 12 (+1), KGV zwischen 1 und 12 (+1), KBV zwischen 0,1 und 1,2 (+1).
Wachstums-Gegenprobe und Bilanz: PEG unter 1 (+1), Current Ratio ab 2 (+1), Fremd-/Eigenkapital unter 0,5 (+1).
Value-Fallen-Abzüge: Nettoverlust (−2), Gewinnrückgang über 20 % (−1), Umsatzrückgang über 5 % (−1), negativer freier Cashflow (−1), Fremd-/Eigenkapital ab 2 (−1).
Der Mehrfaktor-Check bildet keine einzelne veröffentlichte Formel ab, sondern verbindet eine allgemein anerkannte, mehrdimensionale Unterbewertungs-Definition: Grahams Substanzkriterien (Buchwert-Marke, Current Ratio, niedrige Verschuldung), einen Branchenvergleich bei KGV und KBV sowie das PEG als Wachstums-Gegenprobe. Die Kombination adressiert eine bekannte Schwäche einzelner Multiples: Ein niedriges KGV allein sagt nichts darüber aus, ob der Markt schwaches Wachstum oder echte Unterbewertung einpreist, das PEG bringt beide Größen zusammen.
Die Stärke liegt in der Breite: Eine Aktie muss auf mehreren Ebenen zugleich günstig und solide sein, um viele Punkte zu sammeln, ein einzelner niedriger Multiplikator reicht nicht. Die Kehrseite ist dieselbe Breite: Bei dünn gecoverten Nebenwerten fehlen einzelne Kennzahlen häufiger. Die neutrale Behandlung fehlender Werte verhindert zwar eine Benachteiligung, kann aber auch dazu führen, dass eine Aktie trotz Datenlücken vergleichsweise hoch punktet.
Der Ausschluss von Finanz-, Immobilien- und Versorgungswerten bedeutet, dass die Strategie für diese drei Sektoren keine Aussage trifft, nicht dass sie dort per Definition überbewertet wären.
Für Value-Anleger, die einer einzelnen Kennzahl misstrauen und lieber mehrere unabhängige Signale gleichzeitig prüfen, auch wenn das die Trefferliste enger macht als ein Ein-Faktor-Modell.