Zwei unkorrelierte Faktoren in einem Score: Ein Bewertungs-Komposit findet die günstigen Aktien, das Momentum zeigt, wann der Markt sie zu entdecken beginnt.
Speichere die Strategie und StockScorer prüft ihre Regeln täglich für dich. Du erhältst einen Hinweis, sobald eine Aktie die obere oder untere Score-Schwelle über- oder unterschreitet.
Sobald ausreichend Historie vorliegt, zeigen wir hier den Backtest-Chart dieser Strategie.
Jede Aktie durchläuft dieselben, offengelegten Regeln. Aus den Punkten entsteht ein Score, nachvollziehbar bis zur einzelnen Regel.
Jede Regel prüft eine Kennzahl gegen eine Schwelle, etwa ROE über 15 %.
Du legst pro Regel fest, wie stark sie zählt: von +1 bis +3 oder −1 bis −3.
Die Summe ergibt den Score. Über der oberen Schwelle: hohe Übereinstimmung mit dem Profil.
Die Begriffe beschreiben nur die Übereinstimmung mit den Kriterien, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung.
Sechs Kennzahlen (KGV, KBV, EV/Sales, FCF-Rendite, EV/EBITDA, Ausschüttung) geben je einen Punkt.
Die 6-Monats-Relativstärke gegenüber dem Markt liefert bis zu +5 Punkte als Timing-Signal.
Ein intakter Abwärtstrend kostet Punkte: billig und weiter fallend ist die klassische Falle.
Wer bei KGV, KBV und EV/EBITDA gleichzeitig teuer ist, bekommt einen harten Abzug.
Für systematische Anleger, die Value-Prämien ernten wollen, ohne jahrelang auf die Neubewertung zu warten. Der Momentum-Trigger bedeutet mehr Umschichtungen als bei reinen Value-Strategien; wer selten ins Depot schauen will, ist bei den klassischen Bewertungsstrategien besser aufgehoben.
Einzelne Bewertungskennzahlen führen in die Irre: Ein niedriges KGV kann ein zyklischer Gewinnpeak sein, ein niedriges KBV ein Abschreibungskandidat. James O'Shaughnessy zeigte empirisch, dass ein Komposit aus mehreren Kennzahlen („Value Composite“) verlässlicher ist als jede Einzelgröße, und dass die Kopplung an ein stures Preis-Momentum die klassische Value-Falle entschärft: Gekauft wird nicht das Billigste, sondern das Billige, das der Markt gerade zu korrigieren beginnt. StockScorer bildet dieses Trending-Value-Prinzip mit sechs Bewertungs-Punkten und einer Momentum-Staffel ab.
Der Value-Komposit vergibt je einen Punkt für: KGV unter 12, KBV unter 1,5, EV/Sales unter 1,2, FCF-Rendite über 6,7 % (entspricht einem Preis unter dem 15-Fachen des freien Cashflows), EV/EBITDA unter 8 und eine Ausschüttungsrendite über 2,5 %. Wer bei KGV, KBV und EV/EBITDA gleichzeitig teuer oder ohne Wert ist, bekommt −3: die teuerste Ecke des Marktes.
Das Momentum liefert das Timing: Eine 6-Monats-Relativstärke über +20 % gegenüber dem Markt bringt +5 Punkte, +10 bis +20 % noch +3; ein Rückstand von mehr als 10 % kostet 2 Punkte. Die obere Schwelle (6 Punkte bei Large Caps, 8 bei Mid, 9 bei Small Caps) ist nur mit beidem erreichbar: günstige Bewertung UND begonnene Aufwärtsbewegung.
Value-Komposit (je +1): KGV 0–12, KBV 0–1,5, EV/Sales 0–1,2, FCF-Rendite > 6,7 %, EV/EBITDA 0–8, Ausschüttungsrendite > 2,5 %.
Breiter Teuer-Abzug (−3): KGV über 25, KBV über 3 und EV/EBITDA über 15 gleichzeitig; fehlende Werte zählen zur teuren Seite.
Momentum-Staffel: 6-Monats-Relativstärke > +20 % (+5), +10–20 % (+3), unter −10 % (−2).
Das Original („Trending Value“) rankt das Universum zweistufig in Perzentilen: erst der Value Composite aus sechs Kennzahlen, dann das Momentum. StockScorer übersetzt beide Ränge in absolute Schwellen: je Kennzahl ein binärer Günstig-Punkt, Momentum in festen Stufen. Drei Kennzahlen werden durch nahe Verwandte ersetzt: EV/Sales statt Kurs/Umsatz, FCF-Rendite statt Kurs/FCF und die Dividendenrendite als Näherung für den Shareholder Yield (Aktienrückkäufe fließen nicht ein).
Die Relativstärke wird live gegen den Weltmarkt gemessen; im Backtest stehen dafür Rohrenditen der Aktie zur Verfügung, eine dokumentierte Näherung. Der hohe Momentum-Anteil macht die Strategie umschlagsintensiver als reine Value-Ansätze: Positionen verlieren ihr Momentum-Signal oft nach wenigen Quartalen.
Für regelbasierte Anleger, die den Value-Faktor mit einem Trendfilter kombinieren wollen und bereit sind, dem System auch bei häufigeren Signalwechseln zu folgen.